Richard Joerges am 21. Januar 2010
Wenn ein Projekt schief gehen kann, dann geht es schief. Das interessante dabei ist, dass man als Projektmanager schon sehr früh spürt, ob ein Projekt zum Scheitern verurteilt ist oder nicht. Entsprechende Symptome machen sich meistens schon sehr früh bemerkbar. Das können beispielsweise sein:
Die interessante Frage für mich ist, wie man als Projektmanager darauf reagiert? Läuft man sehenden Auges ins Verderben oder kann man schon in der Frühphase das Ruder herumreissen? Und wenn ja, wie macht man das?
Klar, die Aufgabe des Projektmanagers ist es, die Rahmenbedingungen zu prüfen und notfalls zu korrigieren, also den Erfolg des Projektes zu gewährleisten. Spürt er also, dass etwas nicht stimmt, muss er rechtzeitig auf den Tisch hauen und Korrekturen einfordern bzw. umsetzen.
In der Realität freilich, ist das leichter gesagt, als getan. Es gibt Unternehmen, die sind in ihren Strukturen so verkorkst, dass man besser einen Projektauftrag ablehnt, als sich darauf einzulassen.
Bas de Baar behandelt in seinem letzten Podcast ebenfalls unter anderem das Thema “Zeichen für das Scheitern von Projekten”. Hier ist ein kleiner Ausschnitt:
Tags: Failure, Management, Risk-Management, Scheitern
Richard Joerges am 15. Januar 2010
In einem meiner letzten Postings vor Weihnachten habe ich die Zeitmanagement-Methode Pomodoro erwähnt, ohne sie genauer zu erklären. Das will ich jetzt schleunigst nachholen.
Ich bin kein großer Freund der diversen Zeitmanagement-Methoden vom Schlage Getting Things Done (GTD) und ähnlichen. Sie sind mir zu aufwendig und sie behindern mich eher, als das sie mir helfen. Eine Erfahrung, die ich in den mehr als zwanzig Jahren meines Berufslebens erst lernen musste.
Wie viele andere auch, habe ich mit dem Zeitmanagement anfangs große Schwierigkeiten gehabt. Das Einhalten von Terminen war für mich niemals leicht. Irgend wann einmal habe ich erfahren, dass der leider schon verstorbene Douglas Adams, einer meiner liebsten Schriftsteller, ein Prokrastinator vor dem Herrn war. Ihm wird das schöne Zitat “I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by” zugeschrieben.
Tags: GTD, Pomodoro, Zeitmanagement
Frank Blome am 12. Januar 2010
Zur Information für Projektmanager, die auf der Suche nach dem nächsten SaaS-Anbieter sind. Nach § 11 Abs. 2 S. 4 BDSG muss der Kunde sich beim Dienstleister regelmäßig davon überzeugen, dass der die Daten hinreichend schützt, indem angemessene technische und organisatorische Maßnahmen getroffen werden. Die detaillierten Anforderungen des BDSG finden sich hier.
Das heißt im Endeffekt, man muss mindestens ein mal pro Jahr eine Reise zum Standort der Server bzw. des Serverbetreibers antreten und eine Audit vor Ort durchführen. Viel Spass bei den Reisen nach Indien, Litauen oder in die USA. Und es ist natürlich auch wichtig, diese Kosten in das Gesamtkonzept zu addieren.
Frank Blome am 6. Januar 2010
Der beliebteste Zeitpunkt für den einen oder anderen guten Vorsatz ist immer noch der Jahreswechsel. Das geht am Projektmanager natürlich auch nicht spurlos vorbei. Daher werden wir den nächsten Tagen die drei beliebtesten Vorsätze aus unserem Umfeld vorstellen. Den Anfang macht die Weiterbildung.
Sie kennen das Thema: Tagesgeschäft. Leute kommen und gehen. Themen müssen angepackt werden. Reisen werden geplant, verworfen und dann doch wieder angetreten. Recherchen im Internet. Und vieles mehr. Für Sie als Profi ist das alles nichts Neues. Sie beherrschen es aus dem ff. Trotzdem bleibt immer etwas auf der Stecke; die persönliche Weiterbildung. Wenn nach dem Jahreswechsel der reguläre Stress wieder begonnen hat, fällt die eigene Entwicklung oft aus.
Daher lautet unser Tipp: Setzen Sie sich zu Beginn des neuen Jahres hin und suchen sich ein Thema aus, bei dem Sie noch Nachholbedarf haben. Das kann eine Software-Schulung, zum Beispiel für Merlin, sein. Oder vielleicht eine bestimmte Managementmethode, in der Sie noch nicht so firm sind. Aber es kann auch eine vollständig Art fremde Angelegenheit sein. Wichtig ist nur, dass Sie etwas für sich tuen. Und ganz nebenbei, es bringt einen kräftigen Schub für Ihre Motivation!
Fällt Ihre Wahl jetzt auf eine Merlin-Schulung, kann ich Ihnen schon eine Einsteigerschulung am Freitag, den 12.02.2010 in München anbieten. Details und weitere Termine finden Sie hier.
Tags: Merlin, Merlin 101, Schulungen, Veranstaltung
Antoni Cherif am 17. Dezember 2009
Hier finden Sie eine Liste der öffentlichen Trainings für “Projektmanagement mit Merlin” für das Jahr 2010:
Die Trainings sind für folgende Termine und Orte geplant:
Freitag, 12.02.2010 in München
Freitag, 07.05.2010 in Hamburg
Donnerstag, 23.09.2010 in Düsseldorf
Mittwoch, 24.11.2010 in Berlin
Das Training findet jeweils von 9 bis 17 Uhr statt. Die Räumlichkeit wird gesondert bekannt gegeben.
Preis
Das Seminar kostet 295€ (netto) je Teilnehmer. Senden Sie Ihre Buchung bitte an sales@merlin2.net.
Inhalte
Das Training wird in kombinierter Form als Vortrag und Demonstration mit vielen praktischen Übungen durchgeführt. Es werden dabei auch Grundlagen des Projektmanagements und deren Umsetzung in Merlin vermittelt. Für einen optimalen Nutzen, sollten Sie ein Apple-Notebook (Mac OS X 10.4.11 oder höher) mitbringen.
Inhaltlich werden unter anderem folgende Themenbereiche angesprochen:
Die Konzepte in Merlin
Die Ansichten und deren persönliche Konfiguration
Projekte, Phasen, Vorgänge und Ressourcen sowie Elemente im Projekt verwenden
Zusammenarbeit mit anderen Programmen
Merlin im Netzwerk einsetzen
Weitere Merlin-Produkte und deren Funktionen
Weitere Schulungen
Wir führen auch Pro-Schulungen und In-House-Seminare durch. Bei Interesse senden Sie bitte eine Anfrage an sales@merlin2.net.
Richard Joerges am 8. Dezember 2009
Projektmanagement hat logischerweise viel mit Zeitmanagement zu tun. Ein Projektmanager, der sein persönliches Zeitmanagement nicht im Griff hat… Nun ja, er wird zumindest auf Akzeptanz-Probleme stossen. Aber was ist gutes Zeitmanagement und wie setzt man es um? Es gibt dazu zig Methoden und Kniffe, vom ABC-Prinzip nach Eisenhower, über GTD bis hin zu Pomodoro, nur um einige zu nennen.
Aber letztendlich geht es doch nur um die richtige Planung, den Willen und eiserne Disziplin. Das beweist zumindest Ramit Sethi, der zeigt, wie er ein gigantisches Arbeitspensum bewältigt und trotzdem jeden Tag lediglich von 8:30 bis 17:30 Uhr arbeitet. Moment werden Sie sagen. Das sind doch neun Stunden! Sicher, aber sein tägliches Sportprogramm und das regelmäßige Schreiben für seinen Blog finden in diesem Zeitraum ebenfalls statt.
Seine Fallstudie ist jedenfalls sehr lesenswert für alle, die auch nur ab und zu das Gefühl haben, nicht genug Zeit zu haben.
Tags: Ressourcen, Tipps
Richard Joerges am 8. Dezember 2009
Angesichts der viel beschworenen Zeiten von Enterprise 2.0 darf man sich die Frage stellen, ob E-Mail überhaupt noch ein zeitgemäßes Kommunikationstool ist. Immerhin handelt es sich dabei um eine der ältesten Netz-Anwendungen, die wir kennen. E-Mails rasten schon in den frühen 60er-Jahren durch die ersten Rechner-Netzwerke.
Zurück zum Thema: Ich muss zugeben, dass mich E-Mail nervt. Da wäre zunächst einmal das Spam-Problem. Auf meinem Server habe ich Accounts, auf denen Tag für Tag um die 150 Spam-Mails eingehen. Ja, ich habe Spam-Filter installiert. Aber es bleibt trotzdem das Problem, dass noch viel zu viele ungewollte E-Mails durchrutschen. Schlimmer noch, im Gegenzug bleiben immer wieder Mails, die kein Spam sind im Filter hängen. Das führt dann zu Verwirrungen und Ärger: “Haben Sie meine E-Mail nicht bekommen…?”
Am schlimmsten finde ich aber, dass E-Mail immer wieder für Diskussionen verwendet wird, die mit diesem Tool in Wirklichkeit kaum zu bändigen sind. Sie kennen das: Einer schickt einen Vorschlag per Mail an das ganze Projekt-Team. Garantiert ist einer dabei, der dann einen ganz tollen Beitrag leistet, ihn aber nicht “An alle” sendet. Oder zwei Rezipienten antworten fast zeitgleich und schon hat man das schönste Chaos. Welche Mail ist denn jetzt die aktuellste, auf welche muss ich antworten?
Hinzu kommen die klassischen Benutzerfehler: E-Mails werden in Ordner verschoben und dann vergessen. Gigantisch grosse Anhänge werden herumgeschickt, gerne Powerpoint-Präsentationen mit einer Größe von mehreren MegaByte. Und das Beste ist, irgend jemand schickt garantiert einen Anhang, den die Hälfte des Teams gar nicht öffnen kann, weil sie die entsprechende Applikation nicht haben.
Das interessante ist, das es immer noch keinen Ersatz bzw. Nachfolger für die E-Mail gibt. Sicher, für die Kommunikation mit meinen Freunden und Kollegen nutze ich Direct-Messages in Twitter. Doch das ist eher ein Ersatz für iChat, Skype und ICQ. Und Google-Wave? Nun ja, sicherlich ein interessantes Konzept. Es könnte einige der oben genannten Probleme lösen. Aber es hat sich noch nicht durchgesetzt und wird es vermutlich auch nicht.
Auch Andrew Filew vom Blog Project Management 2.0 hat sich darüber Gedanken gemacht und eine gute Präsentation zu diesem Thema zusammengestellt. Letztendlich wird man wohl um E-Mail auch in Zukunft nicht herumkommen. Ihre größten Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen: Akzeptanz und Plattform-Unabhängigkeit.
Hier geht es zur Präsentation: (weiterlesen…)
Tags: Kommunikation, Web 2.0
Antoni Cherif am 3. Dezember 2009

Der Apple Store in Frankfurt sollte seine Pforten am 5. Dezember 2009 um 10.00 Uhr eröffnen. Nur zwei Tage vor diesem Termin scheint es so, dass der Store erst nächstes Jahr seine Eröffnung feiern kann. Damit fällt das Weihnachtsfest für viele in der Main-Metropole ins Wasser. Tja, hätten die Verantwortlichen doch Merlin, wäre diese traurige Nachricht den Frankfurtern höchst wahrscheinlich erspart geblieben. Wie kann so etwas passieren? Natürlich gibt es am Bau immer wieder Verzögerungen und es gibt auch sehr viele negative Beispiele, wo Unternehmen durch schlechtes Management und keine vorhandene Risikoplanung großen finanziellen Schaden angerichtet haben. Viele negative Beispiele liessen sich an dieser Stelle aufzählen. Nun ja, wir hoffen, dass der Architekt und die Verantwortlichen des Apple Store in Frankfurt eine gute Ausrede haben und noch nichts von Macs oder Merlin gehört haben… Jedenfalls möchte ich nicht in der Haut des verantwortlichen Kollegen stecken, so ein Fiasko ist der Alptraum eines jeden Architekten. Ich behaupte frech an dieser Stelle: “Mit Merlin wär’s nicht passiert!”
Richard Joerges am 30. November 2009
Gemeinhin sagt man, dass der Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Menschen folgender ist: Erfolgreiche Menschen kommen nach einem Fehlschlag schneller auf die Beine und sie lernen aus ihren Niederlagen. Weniger Erfolgreiche hingegen lassen sich von Niederschlägen desillusionieren und lernen nicht aus ihren Fehlern. Soweit so gut.
Letzte Woche habe ich dazu einen passenden Beitrag im Handelsblatt gefunden. Es geht dort um die Forschungen von Holger Patzelt am Max-Plank-Institut für Ökonomik. Laut Handelsblatt ist einer seiner gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte das Scheitern:
… Wir haben zum Beispiel in einem neueren Forschungsprojekt festgestellt, dass man aus Fehlern nicht lernt, wenn man sich schlecht fühlt. Techniken, mit denen man diese negativen Emotionen in Griff bekommt, helfen jedoch Lernen und Motivation zu fördern. Wir haben herausgefunden, dass Mitarbeiter sich weder allein auf ihre zurückliegenden Fehler konzentrieren noch ausschließlich nach vorne blicken sollten. Sie sollten zwischen den beiden Themen hin- und herpendeln, damit sie genug aus den Fehlern lernen, aber auch ihre Motivation zurückerobern.
Denken Sie also daran, wenn mal eines Ihrer Projekte nicht erfolgreich abgeschlossen wird: Scheitern kann auch eine Chance sein. Übrigens forscht Holger Patzelt laut des Handelsblatt-Artikels besonders gerne in Unternehmen der biochemischen Industrie. Dort scheitern bis zu 90 Prozent der Projekte!
Tags: Tipps