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Blog

5 Fragen zum Projektmanagement
an John Shoemaker

In der Kaffeeküche

John Shoemaker

Kurz vor dem Wochenende machen wir einen kleinen Stopp in der Kaffeeküche und tauschen uns unter Kollegen aus. So verstehen wir unsere „5 Fragen an“-Artikelserie, in der wir erfahrene Projektmanager zu ihren Best Practices befragen.

Heute treffen wir John Shoemaker. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens American Informatics. John Shoemaker verfügt über mehr als 20 Jahre Praxiserfahrung im Projektmanagement und gibt sein Wissen und seine Erfahrung als Trainer an Unternehmen in Nordamerika, Europa und dem Mittleren Osten weiter. Außerdem lehrt er als Dozent in verschiedenen MBA-Programmen weltweit.

1. Herr Shoemaker, was ist Ihre bevorzugte Projektmanagement-Methode?

Ich mag die Earned-Value-Analyse (Leistungswertanalyse). Sie liefert viel genauere, verlässlichere und hilfreichere Informationen als traditionelle Methoden der Fortschrittsmessung im Projekt. Einer meiner Klienten nutzt den Cost Performance Index (CPI) als Hauptkennziffer für die Bestimmung der Projektperformance. Er hat festgestellt, dass ein positiver CPI nicht nur dazu führt, dass das Projekt im Budget bleibt, sondern fast immer auch on time fertiggestellt wird.

2. Setzen Sie für größere Projekte Software ein und falls ja, welche?

Ich nutze für alle meine Projekte Projektmanagement Software. Bei den großen Projekten werden so viele Daten erzeugt, dass ich ohne Software den Überblick verliere. Wenn das Projekt nicht so groß ist, ist der Nutzen von Software geringer, aber es ist auch kein großer Aufwand die Planung darin aufzusetzen.

3. Was ist Ihr Lieblingsritual im Projekt?

Ich denke, es ist wichtig, im Vorfeld Zeit mit den Stakeholdern zu verbringen. Ich setze immer, wenn irgendwie möglich, ein Face-to-Face-Meeting an. Denn wer will seine Key Stakeholder schon zum erste Mal treffen, wenn er über verpasste Deadlines oder überzogene Budgets reden muss?

4. Was ist aus Ihrer Sicht einer der meistunterschätzten Faktoren für den Projekterfolg?

Emotionale Intelligenz. Die Fähigkeit, mit Teammitgliedern und anderen Stakeholdern zusammenzuarbeiten, wird erst nach und nach als kritischer Erfolgsfaktor erkannt. Wie ein erfahrener Projektmanager einmal sagte: Ich habe niemals gesehen, dass ein Projekt gescheitert ist, weil ein PM kein Gantt Chart zeichnen konnte, aber ich habe viele Projekte scheitern sehen, weil ein PM nicht in der Lage war, seine Ressourcen zu motivieren und zu managen.

5. Was ist Ihr größter Zeitkiller?

Unterbrechungen. Ich weiß, es gibt Menschen die lieben Multitasking, aber es verursacht einfach einen spürbaren Zeitverlust.

Vielen Dank für Ihre Zeit und viel Erfolg im nächsten Projekt.

Geschrieben von Paul Henkel am 19. Januar 2018 unter Projektmanagement
Tags: 5 fragen

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