Frank Blome am 4. Januar 2010
Da dreht man sich zu Weihnachten noch einmal um, und schon ist das neue Jahr bereits in vollem Gange. Nun ja, ganz so tief war der Winterschlaf dann doch nicht, aber wir haben uns schon eine kurze Auszeit gegönnt. Schließlich war das Jahr 2009 das bisher Aktivste in unserer noch jungen Geschichte.
Gleich zu Beginn des Jahres, im Januar 2009, standen wir auf der Macworld und haben dort dem interessierten Publikum unser Merlin iPhone vorgestellt.
Im Februar 2009 begann der Beta-Test von Merlin 2.7. Darin enthalten war auch die neue Version von Merlin Web. Ausserdem startete Merlin seine erfolgreiche Karriere bei Twitter. Es folgen unserem kleinen Zauberer bereits über 750 Leute.
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Tags: Blog, Dokumentation, History, Mac, Merlin, Merlin Buch, Merlin Server, Partner, Snow Leopard, Stakeholder, Team, Veranstaltung
Richard Joerges am 8. Juni 2009
Traditionell nutzt Apple die Entwicklerkonferenz WWDC für die Ankündigung neuer Produkte. Das war auch dieses Jahr nicht anders: Apple überrascht uns mit einem neuen iPhone, einem iPhone-OS-Update, überarbeiteten MacBooks und weiteren Details zum kommenden Super-Betriebssystem Snow Leopard.

Im Mittelpunkt des Interesses steht ganz klar das neue iPhone. Während viele Details zum neuen iPhone-OS schon Anfang des Jahres bekannt gegeben wurden, war lange Zeit nicht klar, was das neu iPhone können, wie es aussehen und nicht einmal wie es heissen wird. Jetzt ist es raus: Das neue Apple-Handy wird auf den Namen iPhone 3GS hören, in Deutschland ab 19 Juni bei der Deutschen Telekom erhältlich sein und preislich auf ähnlichem Niveau liegen wie das aktuelle Modell und das bei deutlich mehr Leistung.
Die Highlights in Kürze: Es wird zwei Varianten mit 16 und 32 GByte Arbeitsspeicher geben, beide jeweils in schwarz und weiß. Der verbaute Prozessor soll für eine bis zu doppelt so hohe Geschwindigkeit sorgen. Die neue 3-Megapixel-Kamera kann auch Videos (mit Ton) aufnehmen. Ein integrierter elektronischer Kompass hilft bei der Orientierung und eine Sprachsteuerung erleichtert die Bedienung, beispielsweise im Auto.
Tags: MacBook, OS X, Snow Leopard, WWDC
Richard Joerges am 9. März 2009
Wie versprochen, kommt hier das Interview mit Dave Prior. Es geht um Projektmanagement im Allgemeinen, agile Methoden wie Scrum und XP im Besonderen, um Twitter für Projektmanager und natürlich um Projektmanagement mit dem Mac.
MacPM: Hallo Dave, was sind denn Ihrer Meinung nach die Vorteile von Scrum?
Dave Prior: Scrum ist ein gute Alternative zum traditionellen „Wasserfall“-Ansatz. Ich finde es funktioniert am besten bei Projekten die mit großen Risiken behaftet sind, die irgendwie in der Krise stecken oder wirklich heftige, sprich unmögliche, Deadlines haben. Es ist eine gute Möglichkeit den Kunden zu involvieren und sehr schnell eine Historie von Erfolgen aufzubauen, die wiederum das Vertrauen festigen. Auf den ersten Blick scheint es sehr einfach und simpel zu sein, es erfordert jedoch jede Menge Disziplin. In letzter Zeit habe ich Scrum und PMBOK häufig gemischt. Ich nutze Scrum mit dem Entwicklerteam, so dass es schnell vorankommt und sich auf das Programmieren konzentrieren kann. Die Ergebnisse der Scrum-Prozesse packe ich dann in PMBOK-orientierte Berichte für das eher traditionell denkende Management.
MacPM: Und was halten Sie von Extreme Programming (XP)?
Dave Prior: Scrum und XP lasen sich gut zusammen verwenden. Ich tendiere dazu bestimmte XP-Aspekte mit Scrum zu mischen und finde das recht hilfreich. Eines, was ich über beide Methoden gelernt habe ist, dass man eine hohe Disziplin aufrecht erhalten muss um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Ich würde ausserdem jedem der eine der beiden Methoden einführen möchte empfehlen jemanden zu engagieren, der Erfahrung mit der Implementierung und dem Einsatz einer der beiden Ansätze hat. Ich habe bei beiden Methoden schon soviel Murks gesehen. Verursacht durch Leute, die ein halbes Buch gelesen haben, davon dann wiederum nur die Hälfte umgesetzt haben und das Ergebnis dann Agil genannt haben.
MacPM: Was ist denn Ihr Rat für Leute, die Projektmanager werden wollen?
Dave Prior: Suchen Sie sofort professionellen Beistand! Nein, das war nur Spaß. Ich glaube nicht, dass das ein Beruf ist, den jemand anstrebt. Niemand wächst auf und möchte Projektmanager werden. Das ist ein Beruf, der von selbst die Leute findet, die aus dem einen oder anderen Grund dafür empfänglich sind. Ich mag was ich tue und glaube, dass ich darin recht gut bin. Aber es ist nicht etwas, was ich werden wollte.
Tags: Agiles Projektmanagement, BMBOK, Scrum, XP
Richard Joerges am 24. Februar 2009
Vor knapp zwei Stunden hat Apple die Beta von Safari 4 zum Download frei gegeben. Natürlich haben wir es sofort installiert und mit Merlin ausprobiert. Das Bearbeiten und Betrachten von freigegebenen Merlin-Projekten funktioniert auch mit der aktuellen Safari-Beta problemlos (siehe Screenshot).
Trotzdem ist Safari 4 noch mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich schließlich um eine Beta! Mutige Zeitgenossen können sich in der neuen Safari-Version über diverse Neuerungen freuen. Zu den wichtigsten neuen Features gehören: Vorschau der meistbesuchten Websites, Coverflow für Bookmarks, Suchfunktion für den Verlauf und natürlich die neue Nitro-Engine, die vor allem JavaScript deutlich beschleunigen soll.
Tags: Safari
Antoni Cherif am 9. Februar 2009
Die letzten Wochen hatte die Presse zum krankheitsbedingten Wegbleiben von Steve Jobs berichtet und sich mit der Frage wie wichtig ist Steve für die Erschaffung neuer Produkte herumgeschlagen. Auch in einschlägigen Foren liest man Beiträge von besorgten Macianern, die bereits jetzt glauben in 2009 wird es keine neuen Produkte mehr geben. Nach dem Motto: “Steve hat eine Idee und einen Tag später baut Jonathan Ive ein Produkt vom Ausmaß eines MacBook Air!”

Diese Bild ist eine seltene Aufnahme die aus dem Dokumentarfilm von Gary Hustwit enstammt.
Mitnichten! Auch Apple ist keine Wunderfabrik, die neue Produkte innerhalb von einer Woche herstellt. Jedes neue Produkt ist ein Projekt, welches viele Ressourcen und Vorgänge benötigt. Es sind Projekte die von der Idee bis zur Entwicklung bis zu 3 Jahre benötigen. Viele der Produkte sehen auch das Licht der Welt nicht und bleiben in den Laboren von Apple als “Versuchskaninchen” und fristen dort ein geheimes Dasein. Jedenfalls auch Apple braucht gute Projektmanager, die auf großen Gantt-Charts die Entwicklung der Produkte bis zu Ihrem Herstellungsprozess betreuen und eventuell darüber hinaus. Man sieht es auch, stetig neue Produkte und neue Software tauchen von Apple in regelmässigen Abständen. Das ist so gewesen und das wird auch sich in der kommenden Zeit nicht ändern.
Antoni Cherif am 23. Januar 2009
Da ich bereits gestern über das Buch von Andy Hertzfeld berichtet habe, möchte ich auch noch auf Folklore.org* (Torsten danke für die Auffrischung meiner Erinnerung!) seinen geniale Webseite mit Macintosh-Stories hinweisen. So ging es damals bei Apple zu!
Frank Blome am 22. Januar 2009
Nicht nur Antoni erinnert sich gerne an den Geburtstag vom Macintosh, auch auf Twitter passiert zur Zeit etwas interessantes: Unter dem Hash-Tag #firstmac finden sich viele Erinnerungen, von Mac-Anwendern und deren erster Macintosh-Computer. Natürlich musste ich mich auch verewigen: Ich durfte einen Mac SE/30 gebraucht erstehen. Nach wie vor glaube ich, dass dieser Rechner zu den besten jemals gebauten Macintosh-Rechnern gehört.
Antoni Cherif am 22. Januar 2009
Am Samstag ist es soweit. Am 24.01.1984 wurde der erste Mac vorgestellt. Damals eine absolute Sensation, heute immer noch faszinierend. Wie viel Know-How und Projektmanagement dahinter steckt, lässt sich nicht mehr in Worten fassen. Eines steht aber fest, der Mac veränderte die Art wie Menschen mit dem Computer in der Zukunft arbeiten sollten. Steve Jobs und Jef Raskin gehören zu den Personen die das Projekt “Macintosh” ins Leben gerufen haben. Dahinter befand sich ein Team von jungen und talentierten Apple Mitarbeitern.

Macintosh 128k ©Apple
Ein Vierteljahrhundert Macintosh bedeutet hunderte von Jahren an Arbeit. Wenn man sich die Mühe machen würde die ganze Entwicklung als ein Projekt zu betrachten, wäre das allein sicherlich eine ganz schön aufwendige Arbeit. Ich frage mich wie viele Vorgänge man hierfür in Merlin benötigen würde? Apropos Merlin, ohne den Mac würde es höchstwahrscheinlich diese preisgekrönte PM-Software für den Mac nicht geben. Eine Welt ohne Macs wäre jedenfalls weniger kreativ und interessant. Daher wünsche ich mir weiterhin tolle Produkte von Apple in den kommenden 25 Jahren!
Wer mehr zu dem Thema und wie der Mac entstand in Erfahrung bringen möchte , dem sei das Buch Revolution in the Valley von Andy Hertzfeld einem der Mac-Schöpfer empfohlen.
Richard Joerges am 7. Januar 2009
Gute Nachrichten aus San Francisco: Die Macworld Expo ist gut besucht und am Stand der ProjectWizards geben sich die Merlin-Interessenten die Klinke in die Hand. Das besonderes Highlight: Eine Beta-Version von Merlin für das iPhone. Dazu später mehr an dieser Stelle.
Ansonsten machte sich unter den Apple-Fans Ernüchterung breit. Die gestrige Apple-Keynote, zum ersten mal seit langem ohne Steve Jobs, wird allgemein als Enttäuschung angesehen. Denn die erwarteten Produkt-Highlights blieben aus. Weder wurde ein “iPhone nano” noch ein neuer Mac mini vorgestellt. Nicht einmal neue Displays wurden präsentiert. Statt dessen gab es neue Versionen von iLife und iWork (inklusive einer Online-Version), neue Preismodelle und den Wegfall des DRM im iTunes-Store. Ausserdem wurde ein neues 17-Zoll MacBook Pro vorgestellt.
Letzteres ist in meinen Augen durchaus bemerkenswert, weil es das erste Apple-Notebook mit einer neuartigen Akku-Technologie ist. Die neuen Kraftspender sollen aufgrund einer ausgeklügelten Elektronik und diverser anderer Maßnahmen nicht nur viel Power liefern, sondern auch bis zu dreimal so lange halten wie herkömmliche Akkus. Erkauft wird das freilich dadurch, dass sie nicht vom Anwender getauscht werden können. Angesichts der versprochenen rund 1.000 Ladezyklen ist das meines Erachtens verschmerzbar. Denn normale Akkus werden schon nach rund 400 Zyklen unbrauchbar.
Für Projektmanager ist das neue, mit 2.499 Euro nicht ganz billige, 17-Zoll MacBook Pro auf jeden Fall eine Überlegung wert: Das große Display mit einer Auflösung von immerhin 1920 x 1200 Bildpunkten bietet viel Platz auch für umfangreiche Merlin-Projektdateien.
Wer will, kann sich die Apple-Keynote als Quicktime-Movie ansehen.
Richard Joerges am 5. Januar 2009
Beim Stöbern im iPhone-Appstore bin ich kürzlich auf MindMaker (Appstore-Link) gestoßen, ein Mindmapping-Programm für das Apple-Handy. Eine kurze Recherche brachte dann noch zwei weitere Mindmapping-Programme für das iPhone zu Tage: iBlueSky (Appstore-Link) und iThoughts (Appstore-Link). Da stellt sich mir sofort die Frage, ob denn Mindmapping auf dem iPhone überhaupt Sinn macht.
Ich selbst bin kein allzu eifriger Nutzer des Mindmapping, verwende es aber ab und zu für Brainstorming und manchmal auch für die Planung von Projekten. Am liebsten nehme ich dafür meinen DIN-A4-Kollegeblock und einen weichen Bleistift. Dann fliessen die Ideen und Zusammenhänge nur so auf’s Papier. Etwas seltener kommt der Mindmanager von Mindjet zum Einsatz. Wenn ich ihn nutze, dann vor allem weil sich dessen Mindmaps direkt in Merlin importieren lassen (was übrigens auch für NovaMind-Dateien gilt).
Mein Problem: Für Mindmaps brauche ich jede Menge Platz und Überblick. Auf Papier kann ich das ganz gut handhaben. Aber schon der Bildschirm meines Macs wird mir häufig zu klein. Das Hin- und Herscrollen bzw. Rein- und Rauszoomen finde ich ziemlich lästig. Um so seltsamer finde ich die Idee Mindmapping auf dem iPhone zu betreiben. Der Bildschirm erscheint mir dafür viel zu klein. Hinzu kommt die virtuelle Tastatur des Apple-Handys, die die Eingabe nicht gerade vereinfacht.
Wie auch immer, mich würde die Meinung der MacPM-Leser dazu interessieren. Macht Mindmapping auf dem iPhone Sinn? Nutzt jemand unter den Lesern eine der oben genannten iPhone-Apps? Meinungen und Anmerkungen bitte als Kommentar zu diesem Posting.
Tags: Brainstorming, Mindmap