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Durch Brainstorming Ideen entwickeln und kreative Lösungen finden

Idden entwickeln

Wie oft haben Sie Brainstorming verwendet, um ein Problem zu lösen? Wahrscheinlich schön öfter, auch wenn Sie es nicht bemerkt haben.

Beim Brainstorming wird eine lange Liste mit Ideen zu einem Thema erstellt. Gut gemacht, kann Brainstorming aufregend, energiegeladen, gemeinschaftlich und sehr wertvoll sein. Bei falschem Herangehen ist es jedoch bedrückend, langweilig und oft eine Zeitverschwendung.

Wenn Sie wissen, wie gutes Brainstorming gelingt, sowohl in der Gruppe als auch allein, können Sie das Beste aus dieser Gelegenheit herausholen.

Was ist Brainstorming?

Brainstorming ist eine Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen fördern soll.

Ursprünglich entwickelt wurde sie bereits im Jahr 1939 von dem amerikanischen Werbefachmann Alex Faickney Osborn. Er wollte damit eine Lösung schaffen, von lang andauernden, ermüdenden und kreativität hemmenden Meetings wegzukommen. Er erinnerte er sich an die mehr als 400 Jahre alte indische Kreativitätstechnik des Prai-Barshana. Aus deren Mantra – using the brain to storm a problem – leitete er das heutige Brainstorming ab. Osborn veröffentlichte die Methode 1953 in seinem Buch "Applied Imagination". Seitdem wurde sie u. a. von Charles Hutchison Clark weiterentwickelt. Inzwischen gilt Brainstorming als der Klassiker unter den Kreativitätsmethoden.

Brainstorming kombiniert einen entspannten, informellen Ansatz zur Problemlösung mit Querdenken. Der wichtigste Grundsatz für ein effektives Brainstorming ist: Quantität und nicht Qualität. Es gibt keine schlechten Ideen, sondern einfach Ideen. Speziell wenn man am Anfang steht, um neue Projekte, Produkte oder Ideen zu entwickeln, braucht man viele Ideen und viel „Input“. Viele der Teammitglieder denken, dass sie die Aussagen filtern müssen und dadurch können wertvolle Ideen oder auch Denkanstösse verloren gehen.

Während der Brainstorming-Sitzungen sollten Ideen daher weder kritisiert noch gelobt werden. Beurteilung und Analyse bremsen die Entwicklung von Ideen und schränken die Kreativität ein. Nach dem Meeting ist noch genug Zeit, mit herkömmlichen Ansätzen nach weiteren Lösungen zu suchen.

Warum Brainstorming verwenden?

Nutzen Sie Brainstorming, um neue Ideen zu entwickeln. Diese Form des Gedankenaustauschs bietet eine freie und offene Umgebung, in der alle zur Teilnahme ermutigt werden. Kreative Ideen werden begrüßt und weiterentwickelt, und alle Teilnehmer werden ermutigt, ihren Beitrag zu leisten, um eine Vielzahl kreativer Lösungen zu entwickeln.

Die unterschiedlichen Erfahrungen der Teammitglieder finden sich in den Vorschlägen wider und werden so bei der Problemlösung berücksichtigt. Das erhöht den Ideenreichtum und es entstehen zahlreiche neue Ideenkombinationen. Auch wenn so mehr Lösungen und Ergebnisse gefunden werden, als tatsächlich notwendig, macht das nichts. Nach dem Brainstorming folgt in der Regel eine Diskussion, bei der die Ergebnisse gefiltert werden. Die guten Ideen werden von den schlechten wieder getrennt und letztere werden verworfen.

Brainstorming kann effektiv sein, aber es ist wichtig, offen und vorurteilsfrei vorzugehen. Tuns Sie dies nicht, halten die Beteiligten eher den Mund, die Vielfalt und Qualität der Ideen sinkt, und die Moral kann leiden.

Persönliches, individuelles Brainstorming

Natürlich lässt sich die Brainstorming Methode auch anwenden, wenn Sie alleine sind. Mit einigen Tricks und Kniffen können Sie so die Gehirnzellen ankurbeln und der eigenen Kreativität auf die Sprünge helfen. Das Wochenende eignet sich übrigens ideal dazu.

Um das Beste herauszuholen, wählen Sie einen bequemen Platz zum Sitzen und Nachdenken. Minimieren Sie Ablenkungen, damit Sie sich auf das jeweilige Problem konzentrieren können, und verwenden Sie Mindmaps, um Ideen zu ordnen und zu entwickeln.

Das persönliche, individuelles Brainstorming ist am effektivsten, wenn Sie ein einfaches Problem lösen, eine Ideenliste erstellen oder sich auf ein breites Thema konzentrieren müssen.

Gruppen-Brainstorming

Zur Lösung komplexer Probleme ist das Gruppen-Brainstorming häufig wirkungsvoller. Sie können dabei von der Erfahrung und Kreativität aller Teammitglieder profitieren. Wenn ein Mitglied bei einer Idee nicht weiter kommt, hilft ein anderer vielleicht weiter. Mit Gruppen-Brainstorming entwickeln Sie Ideen detaillierter als beim individuellen Brainstorming.

Ein weiterer Vorteil von Gruppen-Brainstorming ist, dass jedes Teammitglied das Gefühl hat, zu der Lösung beigetragen zu haben. Auch wird es daran erinnert, dass auch andere kreative Ideen haben.

Achten Sie durch geschickte Moderation darauf, dass ungewöhnliche Vorschläge, auch wenn Sie auf den ersten Blick wertlos zu sein scheinen, nicht von der Gruppe unterdrückt werden. Die Gruppe unterdrückt sonst nicht nur diese Ideen sondern auch die Kreativität.

Stellen Sie die Gruppe so zusammen, dass die Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen kommen. So profitieren Sie von einem möglichst großen, weitgestreutem Erfahrungsschatz. Ein guter Erfahrungsquerschnitt kann das Meeting kreativer gestalten. Machen Sie die Gruppe jedoch nicht zu groß. Wie bei anderen Arten der Teamarbeit sind Gruppen von fünf bis sieben Personen in der Regel am effektivsten.

Eine Kombination aus individuellem und Gruppen-Brainstorming erzielt häufig die besten Ergebnisse.

So moderieren Sie eine Brainstorming Sitzung

Beachten Sie die folgenden Schritte, um ein Gruppen-Brainstorming effektiv durchzuführen. Auf diese Weise konzentrieren sich die Mitarbeiter ohne Unterbrechung auf das Thema und Sie erhalten eine maximale Anzahl entwickelter Ideen. Außerdem wird das großartige Gefühl der Teambindung verstärkt, das mit einer gut durchgeführten Brainstorming-Sitzung einhergeht!

Schritt 1: Bereiten Sie das Meeting der Gruppe vor

Richten Sie zunächst eine komfortable Besprechungsumgebung für die Sitzung ein. Stellen Sie sicher, dass der Raum gut beleuchtet ist und dass Sie alle Werkzeuge, Ressourcen und Erfrischungen haben, die Sie benötigen.

Wie viel Information oder Vorbereitung benötigt Ihr Team, um Lösungen für das Problem zu finden? Denken Sie daran, Vorbereitung ist wichtig, aber zu viel kann den Freilauf einer Brainstorming-Sitzung einschränken oder sogar zerstören.

Überlegen Sie, wer an der Besprechung teilnehmen wird. Ein Raum voller Gleichgesinnter bringt nicht so viele kreative Ideen hervor wie eine vielfältige Gruppe. Bringen Sie daher, Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen und beziehen Sie auch Personen mit unterschiedlichen Denkstilen mit ein.

Wenn sich alle versammelt haben, ernennen Sie eine Person, die die Ideen der Sitzung mitschreibt. Diese Person sollte nicht unbedingt der Teammanager sein - es ist schwierig, gleichzeitig zu dokumentieren und Beiträge zu leisten. Die Notizen sollten für alle sichtbar sein. Verwenden Sie also z. B. ein Flipchart oder Whiteboards oder einen Computer mit einem Datenprojektor.

Wenn die Leute nicht daran gewöhnt sind, zusammenzuarbeiten, sollten Sie eine geeignete Aufwärmübung oder einen Eisbrecher in Betracht ziehen.

Schritt 2: Präsentieren Sie das zu lösende Problem

Definieren Sie klar und deutlich das zu lösende Problem. Legen Sie alle Kriterien fest, die Sie erfüllen müssen. Stellen Sie die Zielsetzung des Meetings klar, nämlich so viele Ideen wie möglich zu sammeln.

Geben Sie den Teilnehmern zu Beginn der Sitzung ausreichend Zeit, um so viele eigene Ideen wie möglich aufzuschreiben (persönliches Brainstorming), bevor sie diese in der Gruppe vorstellen (Gruppen-Brainstorming). Geben Sie jedem die faire Gelegenheit, seinen Beitrag zu leisten.

Schritt 3: Führen Sie die Diskussion

Nehmen Sie jetzt die erstellte Ideenliste als Basis für eine Gruppendiskussion. Ziel ist es die Ideen weiterzuentwickeln und so neue Ideen zu generieren. Auf den Ideen anderer aufzubauen, ist einer der wertvollsten Aspekte des Gruppen-Brainstormings.

Ermutigen Sie alle, Beiträge zu leisten und Ideen zu entwickeln, auch die leisesten Menschen. Lassen Sie keine Kritik an einzelnen Ideen zu.

Als Gruppenleiter sollten Sie auch selber Ideen einbringen, aber Ihre Zeit und Energie darauf verwenden, das Team zu unterstützen und die Diskussion zu leiten. Halten Sie sich jeweils an eine Konversation und richten Sie die Gruppe neu aus, wenn Personen abgelenkt werden.

Denken Sie daran, dass jeder Spaß beim Brainstorming hat, auch wenn Sie die Diskussion leiten. Begrüßen Sie Kreativität und ermutigen Sie Ihr Team, so viele Ideen wie möglich zu entwickeln, unabhängig davon, ob diese praktisch oder unpraktisch sind. Verwenden Sie Gedankenexperimente wie Provokation oder zufällige Eingabe, um einige unerwartete Ideen zu generieren.

Verfolgen Sie nicht zu lange ein einzelnen Gedankengang. Stellen Sie sicher, dass Sie eine gute Anzahl unterschiedlicher Ideen generieren, und untersuchen Sie einzelne Ideen im Detail. Wenn sich ein Teammitglied "ausklinken" muss, um eine Idee alleine zu untersuchen, lassen Sie ihm die Freiheit, dies zu tun.

Machen Sie bei einer längeren Sitzung ausreichend Pausen, damit sich die Leute weiter konzentrieren können.

Steigern Sie die Effizienz des Brainstormings

Es gibt Methoden die die Effizienz von Gruppen-Brainstorming noch verbessern können.

Brain Writing – Jeder für sich
Ziel ist es, dass niemand die Ideen des anderen sieht und damit keine Möglichkeit für Kritik oder Wertung erfolgen kann. Der Leiter des Brainstormings gibt das Thema vor und jeder vom Team notiert auf seinem eigenen Zettel die Ideen.

Stuhlkreis (Round Robin Brainstorming) – Einmal die Runde
Die Teilnehmer sitzen in einem großen Kreis und jeder äußert nach einander seine Idee. Im anschluss können alle Themen diskutiert werden und jeder kann zu den einzelnen Ideen seinen Input geben, der auch festgehalten wird.

Rapid Ideation – Unter Zeitdruck
Grundlegender Gedanke für diese Technik ist, dass Leute unter Druck weniger filtern und weniger „überdenken“. Nach Erhalt der wichtigen Informationen wie Thema, Budget, Einschränkungen, Deadlines etc. haben die Teammitgliedern eine festgelegt Zeit Ideen und Gedanken rund um das Thema aufzuschreiben und zu sammeln.

Starbursting – Fragen stellen
Ziel von diesem Brainstorming ist es so viele Fragen rund um ein Thema wie möglich aufzuwerfen und aufzuschreiben.

Figuring Storming – Was würde er denken?
Durch Hinterfragen aus der Perspektive einer anderen Person (z.B. Kunde) versetzen sich die Teammitglieder in die Lage dieser Person und versuchen aus deren Perspektive die Fragestellung zu beantworten.

Trittleiter Methode (Stepladder) – Schritt für Schritt zum Ziel
Bei dieser Methode erfährt die Gruppe zunächst gemeinsam das Thema. Sie trennt sich dann bis auf 2 Personen,, die beginnen Ideen zu entwickeln. Im weiteren wird die Gruppe Schritt für Schritt um eine Person und deren Ideen zum Thema erweitert, solange bis alle zurück im Raum und alle Ideen ausgetauscht sind.

Online Brainstorming (Brain-netting)
Viele Firmen verfügen sowieso schon über Kollaborations- oder Projekttools. Diese kann man auch dafür verwenden Ideen zu generieren, zu notieren und zu archivieren. Ideen können online erfasst und dann für das Team freigegeben werden. Mögliche Tools für Brainstorming sind Kollaborations-Software, Projektmanagement-Tools, Mindmap Software, Word / Excel oder spezialisierte Brainstorming Software.

Fazit

Brainstorming kann Ihnen dabei helfen, kreative ja sogar radikale Problemlösungen zu finden. Es kann Menschen auch dazu ermutigen, sich für Lösungen zu engagieren, da sie Beiträge geliefert haben und bei deren Entwicklung eine Rolle gespielt haben.

Der beste Ansatz kombiniert Brainstorming für Einzelpersonen und Gruppen. Während des Prozesses sollte keine Kritik an Ideen erfolgen, und die Kreativität sollte gefördert werden.

Geschrieben von Stefanie Blome am 9. Juli 2019 unter Projektmanagement
Tags: mind-map ideen-generieren teamwork brainstorming

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