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Top-down-Planung

Top-down-Management, Top-down-Ansatz, Top-down-Schätzung

Beim Top-down-Ansatz plant die Projektleitung von oben nach unten: Sie legt Ziel, Endtermin und Budget fest und zerlegt sie schrittweise in Phasen, Arbeitspakete und Vorgänge. Eine Top-down-Schätzung leitet Aufwand und Kosten aus Erfahrungswerten oder Vergleichsprojekten ab, bevor ein detaillierter Projektstrukturplan existiert.

Als Führungsstil heißt der Ansatz Top-down-Management: Entscheidungen fallen auf der obersten Ebene und wandern als Aufgaben nach unten. Das Gegenstück ist die Bottom-up-Planung, bei der das Team jedes Arbeitspaket schätzt und die Werte nach oben addiert.

Wie funktioniert die Top-down-Planung?

  1. Rahmen setzen. Auftraggeber oder Management legen Ziel, Endtermin und Gesamtbudget fest.
  2. In Phasen zerlegen. Die Projektleitung teilt das Projekt in Phasen und setzt an jedes Phasenende einen Meilenstein.
  3. Budget und Zeit verteilen. Prozentanteile aus Vergleichsprojekten verteilen das Gesamtbudget auf die Phasen.
  4. Weiter zerlegen und zuweisen. Jede Phase zerfällt in Arbeitspakete, die einzelne Teams oder Personen verantworten.
  5. Fortschritt zurückmelden. Die Teams berichten den Stand nach oben, die Projektleitung vergleicht ihn mit der Vorgabe.

Beispiel: Top-down-Plan für einen Messeauftritt

Die Geschäftsführung gibt 60.000 Euro und den Messetermin vor. Die Projektleitung verteilt das Budget nach den Anteilen des Vorjahres (Beispielwerte):

Phase Anteil Budget Meilenstein am Phasenende
Konzept 10 % 6.000 € Konzept freigegeben
Standbau 55 % 33.000 € Stand abgenommen
Marketing und Einladungen 20 % 12.000 € Einladungen versendet
Personal und Logistik 15 % 9.000 € Messeteam gebrieft
Gesamt 100 % 60.000 €

Danach zerlegt jedes Team seine Phase in Arbeitspakete. Kalkuliert der Standbauer bottom-up 38.000 Euro, fehlen 5.000 Euro. Die Projektleitung entscheidet dann im magischen Dreieck: kleinerer Stand, mehr Budget oder Abstriche in einer anderen Phase.

Vorteile und Nachteile des Top-down-Ansatzes

Vorteile

Nachteile

Top-down oder Bottom-up?

Nutzen Sie Top-down in frühen Phasen, solange nur Ziel und Budget feststehen. Sobald der Projektstrukturplan steht, prüfen Sie die Vorgabe mit einer Bottom-up-Schätzung. Die Gegenüberstellung beider Ansätze als Tabelle finden Sie unter Bottom-up-Planung.

Top-down als Führungsstil

Top-down-Management

Im Top-down-Management entscheidet die Führungsebene, die unteren Ebenen setzen um und berichten zurück. Der Stil passt zu Vorhaben mit klaren Vorgaben, festen Terminen und hohem Abstimmungsbedarf zwischen vielen Teams, etwa bei regulierten Projekten. Wo ein Projekt von Ideen und Fachwissen des Teams lebt, bremst er. Weitere Stile vergleicht der Eintrag Führungsstile.

Wie planen Sie top-down in Merlin Project?

In Merlin Project zerlegen Sie den Plan von oben nach unten:

  1. Phasen und Meilensteine anlegen: Legen Sie die Phasen als Vorgänge an und setzen Sie Phasenenden über Einfügen › Meilenstein (Alt+Cmd+M).
  2. Phasen zerlegen: Fügen Sie unter jeder Phase über Einfügen › Kind (Alt+Cmd+G) Vorgänge ein. Die Phase wird dadurch zur Gruppe und berechnet Dauer und Zeitraum aus ihren Vorgängen.
  3. Aufwand anteilig vorgeben: Tragen Sie im Inspektor im Reiter Plan im Feld Arbeit einen Prozentwert wie 25% ein. Merlin Project versteht ihn als Anteil am Vorgabewert des übergeordneten Vorgangs.
  4. Budget verteilen: Tragen Sie das Gesamtbudget auf der obersten Gruppe im Reiter Finanzen, Tab Budget, unter Genehmigt ein. Auf den Phasen genügt ein Prozentwert: Er bezieht sich auf das genehmigte Budget der übergeordneten Gruppe. Ergebnisse: Unverteilt zeigt den Rest, den Sie noch vergeben können.

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