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Brooks' Gesetz

Brookssches Gesetz, Brooks's Law

Brooks' Gesetz besagt: Wer einem verspäteten Projekt Personal hinzufügt, macht es noch später. Der Grund sind Einarbeitung und Kommunikationsaufwand, die schneller wachsen als die zusätzliche Arbeitskraft.

Fred Brooks hat den Satz 1975 in „The Mythical Man-Month" aus der Entwicklung des Betriebssystems OS/360 bei IBM abgeleitet. Sein Kernargument: Mensch und Monat sind nur dann austauschbar, wenn die Arbeit sich beliebig teilen lässt und die Beteiligten nicht miteinander reden müssen. Auf Projektarbeit trifft beides selten zu.

Drei Effekte wirken zusammen:

Jede Person spricht mit jeder

Kommunikationswege im Team, alle Zweierverbindungen eingezeichnet

5 Personen

10 Wege

15 Personen

105 Wege

Kommunikationswege: n(n-1)/2
Die dreifache Teamgröße erzeugt die zehnfache Zahl an Verbindungen. Diese Zeit taucht in keiner Aufwandsschätzung auf.

Das Gesetz ist keine Aufforderung, Teams nie zu vergrößern. Es beschreibt, dass Personalzuwachs kurzfristig Kapazität kostet und erst mittelfristig welche bringt. Wer vier Wochen vor einem Termin aufstockt, zahlt den Preis und sieht den Nutzen nicht mehr.

Die Reichweite des Gesetzes ist begrenzt. Es gilt für Arbeit, die Abstimmung erfordert, und für den Zeitraum, in dem die Einarbeitung noch läuft. Wo Aufgaben sich sauber trennen lassen und die Beteiligten unabhängig voneinander arbeiten, skaliert Personalzuwachs sehr wohl. Brooks selbst hat sein Gesetz als bewusste Zuspitzung bezeichnet, nicht als Naturgesetz.

Der zweite Grund, warum mehr gleichzeitige Arbeit selten schneller fertig wird, liegt nicht in der Teamgröße, sondern in der Menge offener Aufgaben. Ihn beschreibt Little's Gesetz.

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