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Scrum: Die Position des Teams mit “Ready” stärken

Richard Joerges am 19. August 2009

Neulich habe ich wieder einmal im Blog von Scrum-Erfinder Jeff Sutheland gestöbert. Dabei bin ich auf einen interessanten Beitrag über die Position des Teams in einem Scrum-Prozess gestossen. Es geht dabei um die Definition von “Ready” im Sinne von bereit, analog zum Done, also fertig sein mit einer Aufgabe.

Der Hintergrund ist der: In Scrum ist normalerweise das Team der “Lieferant” und der Product-Owner der “Kunde”. Will heissen, das Team liefert das Produkt/die Funktionen, der Product-Owner nimmt ab. Ready dreht die Sache zunächst quasi ins Gegenteil.

Der Hintergedanke: Ein Team kann erst dann erfolgreich seine Arbeit tun, wenn es alles an Wissen und Ressourcen hat, um seine Arbeit gewissenhaft und erfolgreich zu erledigen. Es also bereit, sprich “Ready” für einen Sprint ist.

Serge Beaumont hat auf dem Xebia-Blog dazu einen interessanten und erschöpfenden Beitrag gepostet. Lesenswert! Vertiefende Literatur gibt es ausserdem in Form eines PDFs mit dem schönen Untertitel “Are you ready-ready to be done-done?

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Die wichtigsten agilen PM-Methoden im Überblick

Richard Joerges am 3. August 2009

Wer bei dem Begriff “Agil” lediglich an Scrum oder XP denkt, verpasst die anderen Vertreter des agilen Projektmanagements. Es gibt da beispielsweise auch noch Lean, FDD, Crystal, AUP und DSDM. Zugegeben, die anderen Methoden spielen heutzutage kaum noch eine wichtige Rolle. Dennoch, der zweiteilige Beitrag A Practical Guide to Seven Agile Methodologies (Teil 2) des Software-Entwicklers Rod Coffin gibt einen sehr guten und aus der Entwickler-Praxis stammenden Überblick. Durchaus auch historisch gesehen sehr interessant.

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Scrum beim sozialen Netzwerk Xing

Richard Joerges am 30. Juli 2009

Xing-Blog-LogoAuf dem Corporate-Blog von Xing gibt es einen dreiteiligen Beitrag über die Erfahrungen bei und nach der Einführung von Scrum (via Danny Quick). Lesenswert für alle, die mehr über Scrum bzw. dessen Implementierung wissen wollen. Ein interessantes Zitat aus dem zweiten Teil:

Die erste Herausforderung war es, Scrum innerhalb des ganzen Unternehmens zu verstehen. Wenn Scrum als Projektmanagement-Methode oder als Vorgehensmodell wie etwa das Spiralmodell missinterpretiert wird, bleiben die meisten Vorteile ungenutzt. Vorboten solcher ungünstigen Voraussetzung ist das Beibehalten klassischer Projektstrukturen und Planungsmethoden. Die Herausforderungen liegen daher nicht in komplexen Prozessen, methodischen Ansätzen oder Tools. Es stellt sich eher als Hürde dar, die agilen Werte – wie im Agilen Manifest beschrieben – und die neuen Prinzipien (adieu Projektmanagement-Dreieck!) zu verstehen und die neuen Rollen und Verantwortlichkeiten umzusetzen. Diese Prämissen verändern Teile des Produktentwicklungsprozesses grundlegend.

Mehr muss man zu diesem Thema fast nicht sagen. Siehe auch meinen vorigen Beitrag zu diesem Thema: Agil ist nicht für Alle geeignet. Allerdings würde es mich interessieren, welche Erfahrungen andere Firmen bei der Einführung einer agilen Methode wie Scrum oder/und XP gemacht haben. Über entsprechende Kommentare würde ich mich freuen.

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Agil ist nicht für Alle geeignet

Richard Joerges am 29. Juli 2009

Zur Zeit habe ich es mit einem Software-Projekt zu tun, das nicht agil erstellt wurde. Die Ergebnisse sind vorhersehbar: Die gelieferte Software macht weitgehend das, was in der Leistungsbeschreibung steht, aber nicht das, was der Kunde eigentlich haben wollte und schon gar nicht das, was er eigentlich gebraucht hätte. Schwamm drüber, jetzt gilt es nachträglich Änderungen durchzuführen, was natürlich wiederum mit Zeit- und Kosten-Aufwand verbunden ist.
Für mich erstaunlich: Weder Auftraggeber noch Softwareschmiede scheinen etwas über agile Methoden zu wissen. Nach mehreren Gesprächen ist mir aber auch klar, dass weder der eine, noch der andere für ein agiles Vorgehen geeignet ist. Beide Firmen sind zu hierarchisch und zu starr organisiert um jemals erfolgreich agil werden zu können.
Und während ich so über die Problematik sinniere, läuft mir ein dazu passender Blog-Eintrag über den Weg. Es geht um eine große Firma, die ihre Software-Entwicklung auf agile Techniken umstellt. Bei der Einführung spricht der Abteilungsleiter vor immerhin rund 3.000 Mitarbeitern und findet dabei recht harsche, aber ehrliche Worte:
“…und während wir agil werden, wird es mich nicht wundern, wenn ein Drittel (am Ende des Prozess) nicht mehr bei uns sein werden. … einige von Ihnen sind Manager. Sie sind (unter Umständen) nicht der Typ von Manager, den wir brauchen. Einige von Ihnen sind Angestellte. Sie werden es (eventuell) nicht mögen auf diese Weise zu arbeiten. Der Druck wird steigen. Aber das gilt auch für die Motivation und den Lohn. … Das ist ok. Es ist der Weg den wir gehen. Wir stehen dazu. Ich akzeptiere, dass das passiert und ich respektiere Sie genug, um Ihnen das jetzt zu sagen. Viele von Ihnen haben hart gearbeitet um uns dahin zu bringen, wo wir jetzt sind, aber es bedeutet nicht, dass (diese Firma) auch in Zukunft die richtige für Sie sein wird.”
Wie wahr! Agil ist nicht für alle geeignet. Leider.

Zur Zeit habe ich es mit einem Software-Projekt zu tun, das nicht agil erstellt wurde. Die Ergebnisse sind vorhersehbar: Die gelieferte Software macht weitgehend das, was in der Leistungsbeschreibung steht, aber nicht das, was der Kunde ursprünglich haben wollte und schon gar nicht das, was er eigentlich gebraucht hätte. Schwamm drüber, jetzt gilt es nachträglich Änderungen durchzuführen, was natürlich wiederum mit Zeit- und Kosten-Aufwand verbunden ist.

Für mich erstaunlich: Weder Auftraggeber noch Softwareschmiede scheinen etwas über agile Methoden zu wissen. Nach mehreren Gesprächen ist mir aber auch klar, dass weder der eine, noch der andere für ein agiles Vorgehen geeignet wären. Beide Firmen sind zu hierarchisch und zu starr organisiert um jemals erfolgreich agil werden zu können.

Und während ich so über die Problematik sinniere, läuft mir ein dazu passender Blog-Eintrag über den Weg. Es geht um eine große Firma, die ihre Software-Entwicklung auf agile Techniken umstellt. Bei der Einführung spricht der Abteilungsleiter vor immerhin rund 3.000 Mitarbeitern und findet dabei recht harsche, aber ehrliche Worte:

…und während wir agil werden, wird es mich nicht wundern, wenn ein Drittel (am Ende des Prozess) nicht mehr bei uns sein werden. … einige von Ihnen sind Manager. Sie sind (unter Umständen) nicht der Typ von Manager, den wir brauchen. Einige von Ihnen sind Angestellte. Sie werden es (eventuell) nicht mögen auf diese Weise zu arbeiten. Der Druck wird steigen. Aber das gilt auch für die Motivation und den Lohn. … Das ist ok. Es ist der Weg den wir gehen. Wir stehen dazu. Ich akzeptiere, dass das passiert und ich respektiere Sie genug, um Ihnen das jetzt zu sagen. Viele von Ihnen haben hart gearbeitet um uns dahin zu bringen, wo wir jetzt sind, aber es bedeutet nicht, dass (diese Firma) auch in Zukunft die richtige für Sie sein wird.

Wie wahr! Agil ist nicht für Alle geeignet. Leider…

P.S.: Im oben genannten Fall ist tatsächlich das Prognostizierte eingetreten. Nicht nur das Unternehmen hat sich geändert, auch viele Mitarbeiter sind entweder weg oder haben ganz andere Rollen.

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Flugzeugbau mal anders

Richard Joerges am 16. Juli 2009

Nachdem das agile Projektmanagement und da insbesondere Scrum zu unseren Steckenpferden gehört, schreiben wir entsprechend oft darüber. Natürlich vorwiegend positiv, weil wir an diese Methode glauben. Das gibt und die Selbstsicherheit auch mal über unseren Schatten springen zu können und kräftig über uns selbst zu lachen. Deshalb gefällt uns das folgende Werbe-Video besonders gut. Stellen Sie sich vor, man würde ein Flugzeug mit einer agilen Methode bauen. Natürlich im Flug. ;-)

(via ArmerKater.de)

(weiterlesen…)

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Je agiler, desto erfolgreicher ist das Projekt

Richard Joerges am 14. Juli 2009

Dr. Eberhard Huber vom projekt (B)LOG hat 178 Software-Entwicklungsprojekte ausgewertet und erfreuliches festgestellt: Je stärker auf agile Methoden gesetzt wird, desto wahrscheinlicher ist, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen wird. Seine Erkenntnis:

Die durchschnittliche Erfolgsquote aller Projekte liegt bei 28%. Werden einzelne der Scrum Elemente eingesetzt steigt die Quote an. Werden alle Elemente eingesetzt steigt die Erfolgsquote auf 58%. Zum Vergleich – Projekte, die keine der genannten Praktiken einsetzen, liegen bei 18%. Damit haben Scrum Projekte eine ca. 3 mal so große Erfolgsquote als Projekte ohne agile Elemente.
Mir ist schon seit längerem klar, dass agile Methoden wie Scrum schnellere und bessere Ergebnisse liefern. Dass die Zahlen – zumindest in diesem Fall – aber so eindeutig sind, hätte ich nicht gedacht. Erstaunlich, dass es immer noch Firmen gibt, die Software-Projekte anpacken ohne Scrum zu implementieren.

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Certified Scrum Master Training mit Jeff Sutherland

Richard Joerges am 13. Juli 2009

Alle, die zertifizierter Scrum-Master werden wollen aufgepasst: Wie wäre es mit einem CSM-Training direkt beim Scrum-Erfinder Jeff Sutherland selbst? Wer sich das nicht entgehen lassen will, hat am 5. und 6. Oktober in Stuttgart die Gelegenheit dazu. Allerdings ist der Spass nicht ganz billig: Bei Anmeldung bis Ende Juli gilt der Frühbucherpreis von 1.500 Euro netto. Danach werden 1.700 Euro netto fällig. Die Anmeldung ist über ScrumCoach.de möglich.

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Scrum und XP in verteilten Teams

Richard Joerges am 10. Juli 2009

Kann man agile Methoden auch dann anwenden, wenn die Teams über den halben Weltball verstreut sind? Mit anderen Worten: Passen eine dezentrale Organisation und Scrum (und XP) zusammen? Aber ja, sagt der Scrum-Erfinder Jeff Sutherland. Zusammen mit Guido Schoonheim, CTO bei Xebia zeigt er wie das geht. Nicht verschwiegen sei dabei, dass es zu diesem Ansatz auch kritische Stimmen gibt.

Wie dem auch sei, die Präsentation der beiden ist optimal für das Web umgesetzt. Auf der zugehörigen Site sieht man nicht nur das Video mit den Sprechern, sondern auch die Präsentationsfolien. Letztere laufen synchron zum Film, herumklicken ist also sinnlos. ;-)

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Wenn Sie mal über Scrum präsentieren müssen…

Richard Joerges am 5. Juni 2009

Normalerweise erzählen wir Ihnen auf diesem Blog etwas über Projektmanagement. Was aber ist, wenn Sie jemandem etwas über PM erzählen müssen? Beispielsweise einem Kunden oder Ihren Vorgesetzten? Keine Sorge, auch da können wir Ihnen helfen, zumindest wenn es um Scrum geht. Genauer gesagt hilft Ihnen sogar einer der Großmeister von Scrum, nämlich Mike Cohn persönlich.

Der hat jetzt auf seiner Website eine Präsentation über Scrum zum Download frei gegeben und das gleich in mehreren Sprachen. Neben Englisch ist natürlich auch Deutsch dabei, aber auch Französisch, Spanisch und viele weitere Sprachen. Die Präsentation liegt im PowerPoint-Format vor und steht unter der Creative-Commons-Lizenz. Das heißt, Sie dürfen Sie nicht nur verwenden, sondern auch weitergeben. Das beste aber für uns Mac-User: Die englische und deutsche Variante gibt es auch im Keynote-Format.

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Allerhand agiles und ein paar Links

Richard Joerges am 3. Juni 2009

Es wird wieder einmal Zeit zum Kollegen Andreas Heilwagen zu schauen. Auf seinem Blog beschäftigt er sich ausführlich im Rahmen einer Serie mit dem agilen PMBOK4 Guide. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es wieder einmal um das Zusammenwachsen des guten alten Wasserfall-Modells mit agilen Techniken. Lesenswert!

Und weil wir schon beim Agilen sind, habe ich die folgende Lese-Empfehlung: 32 Zeichen an denen Sie erkennen, dass Ihr agiles Projekt kein Erfolg werden kann. Sehr unterhaltsam und wahr. Schon der erste Punkt rang mir ein breites Grinsen ab: “You think agile is iterative waterfall.” Oder wie wäre es damit: “You think Product Backlog = project plan, iteration = milestone, scrum-master = project manager, sprint retrospective = project status meeting and agile discipline = micromanagement.

Und zum Schluss noch ein Hinweis auf Altmeister Bas de Baar. Er fordert, man solle sein Projekt in ein Piratenschiff verwandeln: “But it will also clearly differentiate your project team from the larger organization. If the entire company is a conservative, slow moving, bureaucratic monster turtle, and you need a team that moves fast and doesn’t comply to the dominant culture, you should raise the Pirate Flag.” Eine anregende Idee um in verkrusteten, sich nicht bewegenden Unternehmen zu überleben.

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