Richard Joerges am 15. April 2009
Wenn man für Google arbeitet, dann ist alles ein wenig größer und besser. Klar, dass man sich dort auch in Sachen Weiterbildung nur das Beste vom Besten leistet. Beispielsweise, wenn man sich in Sachen Scrum fortbilden möchte. Da kommt dann nicht irgend ein beliebiger Scrum-Master oder Coach, sondern einer der Srum-Erfinder persönlich. Und so kam es, dass Jeff Sutherland für Google-Entwickler über die Selbsorganisation von Srum-Teams referierte.
Zum Glück ist Google so nett, dass sie den Vortrag nicht nur aufgezeichnet, sondern auch gleich auf Youtube gestellt haben. Und da Google bekanntlich der Youtube-Eigner ist, war es kein Problem das normalerweise geltende 9-Minuten-Limit für Videos auszuhebeln. Wenn Sie also mal eineinhalb Stunden Zeit haben, dann werfen Sie mal einen Blick auf unten stehendes Video. Empfehlenswert für alle, die sich für das Projektmanagement mit Scrum interessieren.
PS: Für uns Macianer und Apple-Fans ist es natürlich eine besondere Genugtuung, dass Jeff mit einem Mac arbeitet.
Tags: Google, Scrum, Veranstaltung, Video
Richard Joerges am 27. Februar 2009
Obwohl Merlin meiner bescheidenen Meinung nach zu den am einfachsten zu benutzenden Projektmanagement-Programmen auf dem Markt gehört, kann es dennoch sein, dass man mal nicht weiter weiß. Sollte die Hilfe-Funktion bzw. das elektronische Handbuch nicht weiterhelfen, dann hilft das Internet. Genauer gesagt die Merlin Google-Group merlin2nutzer. Dort finden sich reihenweise Fragen von Anwendern und die entsprechenden Antworten der Merlin-Macher sowie anderer Anwender.
Um in diesem Forum selbst Fragen einstellen zu können, benötigen Sie lediglich einen kostenlosen Google-Account. Danach rufen Sie die Homepage der Gruppe auf und klicken auf „An dieser Gruppe teilnehmen“. Einen neuen Beitrag posten Sie durch Klick auf die Schaltfläche „+ neue Nachricht“.
Übrigens: Es lohnt sich auch ohne konkretes Problem ab und zu einen Blick auf die Merlin-Group zu werfen. Die Zahl der Tipps und Hinweise ist dort nahezu endlos, so dass dort jeder das eine oder andere Nützliche zu Merlin und zum Thema Projektmanagement finden kann. Englischsprachige Nutzer können auch die englische Version der Group nutzen: Merlin2Users.
Richard Joerges am 26. Januar 2009
Schon seit geraumer Zeit geistert das Schlagwort Cloud-Computing durch die IT-Szene. Dahinter verbirgt sich die dynamische Bereitstellung von Rechnerleistung via Internet. Einer der ersten Cloud-Anbieter und Vorreiter dieser Technologie war Amazon mit seiner Elastic Compute Cloud oder kurz Amazon EC2. Mittlerweile tummeln sich auch andere IT-Größen auf diesem Gebiet. Beispielsweise Google mit der App-Engine und Microsoft mit Azure. Nutzer dieser Dienste können ihre eigenen Projekte auf den Servern der Anbieter laufen lassen. Der Vorteil: Sie zahlen nur die Rechenleistung, die sie verbrauchen, wobei diese je nach Bedarf dynamisch angepasst wird. Optimal also für die vielen, unterfinanzierten Web-2,0- und Social-Media-Startups, die so auf eigene, kostspielige und von der benötigten Leistung her kaum realistisch planbare Serverfarmen verzichten können.
Mittelweile hat sich aber der Begriff Cloud auch zum Synonym für virtuelle bzw. webbasierte Anwendungen herauskristallisiert. Insbesondere dann, wenn es um Applikationen geht, die vom Desktop in das Internet gehievt werden. Also beispielsweise das Internet-basierte Officepaket Google Text und Tabellen oder, im Mac-Bereich, die Dienste MobileMe und iWork.com. Es gibt sogar diverse Anbieter, die Projektmanagement vie Internet anbieten. Damit wird endgültig eine der Visionen von Web 2.0 zur Realität: Das Internet wird zum Betriebssystem und zur Anwendung.
Damit einher gehen aber auch verschiedenen Probleme. Zum Beispiel: Wo werden Daten gespeichert, wem gehören Sie und wie sicher sind sie vor dem Zugriff Unbefugter?
Ich selbst bin ja an und für sich recht schmerzlos im Umgang mit Internet-basiereten Anwendungen. Google Text und Tabellen und ähnliche Dienste gehören bei mir zum Standard-Repertoire. Aber: Ich weiß was ich tue und vor allem unterscheide ich sehr genau, was in die Cloud gehen kann und was besser nicht. Projektmanagement-Dateien jedenfalls bestimmt nicht!
Der Grund dafür ist ganz einfach: Es stecken zu viele Informationen drin, die über Wohl und Wehe einer Unternehmung entscheiden. Stellen Sie sich beispielsweise den Projektplan für ein neues, Produkt vor. Was da alles drin steht. Von den Kosten über Produktdetails bis hin zu Terminen liegt dort alles quasi auf dem Präsentierteller. Nun möchte ich keinem Cloud-Anbieter unterstellen, dass er unsicher ist oder gar willentlich Unbefugten Zugriff bietet. Auf der anderen Seite aber können solche Datenbestände Begehrlichkeiten schaffen. Nicht nur bei Konkurrenten, sondern auch bei ausländischen Geheimdiensten. So rechnete die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Wirtschaft (ASW) allein für letztes Jahr den Schaden für deutsche Unternehmen durch Wirtschaftsspionage auf 30 Milliarden Euro. Da kann ich nur sagen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Tags: Cloud-Computing, Google, Web 2.0