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Stefan Hagen im Gespräch mit Frank Blome

am 26. August 2011

Projektmanagement-Experte Stefan Hagen – Macher und Spiritus Rektor des PM-Blogs – hat den ProjectWizards-Geschäftsführer Frank Blome befragt. Es geht um Social Media und Social Software. Ein Thema, das nicht nur im Marketing immer wichtiger wird, sondern auch und besonders in der Projektmanagement-Praxis.

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Der Tag danach: Die Apple-Neuheiten im Überblick

am 21. Juli 2011

Schwupp und plötzlich war es da: OS X Lion steht seit gestern im Mac App Store für 23,99 Euro zum Kauf bereit. Dem nicht genug, hat Apple auch noch neue MacBook Airs, Mac minis und ein Display vorgestellt.

Einen ersten Erfahrungsbericht zu OS X Lion gibt es demnächst hier im Blog. Tipps und Antworten auf die wichtigsten Fragen für die Installation finden sie bei ZDnet, ob alle Ihre Programme OS X Lion vertragen können Sie hier nachsehen und den wie immer ultimativen und absolut lesenswerten Test lesen Sie bei Ars Technica.

Thunderbolt-Display (Foto: Apple)Kommen wir also zu den Hardware-Neuheiten. Die haben es nämlich teilweise in sich. Da wäre beispielsweise der neue Monitor. Ich fange damit an, weil sich die Berichterstattung geballt auf die neuen MacMook Airs stürzt. Dabei werden gerade die erst mit dem neuen Display so richtig gut. Warum? Weil das neue Display eigentlich eine Thunderbolt-Dockingstation und so auch die kleinen MacBook Airs bürotauglich machen. Die zusammen mit Intel entwickelte Allzweck-Schnittstelle sorgt dafür, dass ein einziges Kabel genügt, um alle wichtigen Anschlüsse vom Rechner zum Monitor bzw. vizeversa zu leiten.

Der wie gehabt 27 Zoll große und 999 Euro teuere Cinema-Display-Nachfolger lässt fast keine Wünsche offen: FaceTime HD-Kamera, 2.1-Lautsprechersystem, einen MagSafe-Anschluß, sowie drei USB 2.0-Anschlüsse. Neu hinzu gekommen sind ein FireWire 800-Port, ein Gigabit Ethernet-Anschluß sowie logischerweise die Thunderbolt-Schnittstelle, an die bis zu fünf zusätzliche Thunderbolt-Geräte in Serie angeschlossen werden können. Manchen Profis dürfte allerdings aufstoßen, dass es das Display lediglich in einer Hochglanzspiegel-Variante gibt. (weiterlesen …)

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Neues rund um Google, Apple und Co.

am 13. Juli 2011

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber nach einer gewissen Zeit des gefühlten Stillstandes, scheint sich momentan alles zu überschlagen. Und damit meine ich nicht nur die Weltpolitik und Wirtschaft mit den drohenden Pleiten der USA und halb Europas, sondern eher unser liebstes Betätigungsfeld, die IT.

Da wäre zunächst einmal Google. Nicht nur, dass dessen mobiles Betriebssystem OS immer mehr an Fahrt gewinnt und iOS zahlenmäßig wohl weit hinter sich lassen wird (wobei iOS natürlich das bessere und betriebswirtschaftlich gesehen erfolgreichere mobile OS bleiben wird), mit Google+ hat der Suchmaschinenriese nun endlich auch ein soziales Netzwerk am Start, das im Gegensatz zum Vorgänger Buzz dem Platzhirschen Facebook wirklich Konkurrenz machen könnte.

Kein Wunder also, das viele Social-Media-Interessierte gerade etwas aus dem Häuschen sind und Twitter, Facebook & Co. gerade ein wenig vernachlässigen. Für Mac- und Apple-Fans ist Google+ sowieso ein Muss, stammt doch die Benutzeroberfläche vom Revolutionär aller grafischen Oberflächen und Vater des Mac-Desktopps Andy Hertzfeld, der mit seinem Apple-Geschichts-Portal Folklore.org immer noch aktiver Teil der Mac-Szene ist.

Was mich gerade aber wirklich stresst, angesichts des baldigen OS-X-Lion-Launches, sind die diversen Änderungen am Apple-Biotop mit direkter Auswirkung auf mich persönlich und dem entsprechenden Handlungsbedarf:

1. OS X Lion

Ich habe doch tatsächlich eine Software im Einsatz, die nicht unter Lion läuft. Sie hat mir Jahre lang treue Dienste geleistet und debütierte auf meinem weissen iBook (Hinweis für Neewbies: iBook hiessen früher die Apple-Notebooks und nicht der Apple-Online-Buchhandel, denn den gab es damals noch nicht). Zig Systemwechsel später bedeutet OS X Lion, das nun endgültig mit der PowerPC-Emulation Rosetta Schluss macht, dass ich auf ein anderes, zeitgemäßeres Programm umsteigen muss. Das kostet Geld und Nerven, denn schließlich müssen fast 10 Jahre an Daten exportiert und in die neue Anwendung importiert werden. Tipp: Hier können Sie überprüfen, ob alle Ihre Programme OS X Lion vertragen.

2. iCloud und .Mac aka MobileMe

Ob Sie es glauben oder nicht, ich gehöre offenbar tatsächlich zu den wenigen überzeugten .Mac-Nutzern (ich nenne es immer noch so, weil mir MobileMe nicht gefällt und ich schon immer den Seitenhieb auf Microsofts .Net mochte). Mein Account stammt tatsächlich noch aus der Startphase vor rund zehn Jahren und hat mir viele Jahre treue Dienste geleistet. Er vorsorgt mich mit meiner primären E-Mail-Addresse (ich hatte immer das irrationale Gefühl ein gemanagter und bezahlter E-Mail-Account sei die sicherste Variante), vor allem aber synchronisiert er wichtige Daten zwischen meinen System und versorgt mich mit einem virtuellen Laufwerk auf dem ich wichtige Daten sichern kann. Und genau dieses Feature soll entfallen und so werde ich wohl oder übel auf Dropbox ausweichen müssen. Oder hat jemand unter den Lesern eine bessere Alternative?

3. MacBook Air und MacBook Pro

Dann wäre da noch das Gerücht um die neuen MacBook Airs. Gut möglich, dass das die ersten MacBooks einer vollkommen neuen Generation werden. Auf jeden Fall sind es die ersten Apple-Rechner, die vollständig auf OS X Lion ausgerichtet sind. Oder soll ich doch lieber auf die angeblich für nächstes Jahr anvisierten neuen MacBook Pros warten? Gerüchteweise soll es sich dabei um vollkommen neu entwickelte Geräte handeln, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. So oder so, meine Kreditkarte windet sich jetzt schon vor Schmerzen… ;-)

4. iOS und das iPhone

Ich weiß, das klingt nach Weicheigejammer auf hohem Niveau, aber es dräut für mich weiteres “Ungemach” am Apple-Himmel. Nämlich ein neues iOS und ein neues, wahrscheinlich deutlich leistungsfähigeres iPhone 5. Das ist auf der einen Seite toll, auf der anderen bedeutet es, dass das jetzt schon ins Update-Abseits geschobene iPhone 3G meiner Frau endgültig obsolet wird und mein treues Iphone 4 auch langsam zum alten Eisen gehören wird. Schon jetzt bringt so manche Software den eigentlich recht flotten Chipsatz des noch aktuellen Apple-Handys ins stottern. Neuere Apps laufen auf dem 3G so gut wie überhaupt nicht mehr. Dabei sind Hardware und sogar die Akkus der beiden iPhones noch super in Schuss. Was für eine Verschwendung…

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Unternehmensgründung? Ja, aber leicht wird es nicht!

am 28. Juni 2011

Eine Präsentation über das Gründen eines neuen Unternehmens (aka Start-up), auf deren erster Folie steht “so you wanna do a startup, eh bwahahahahahahahahahahahaha…sucka…“, kann doch eigentlich nur gut sein. Oder?

Um es vorweg zu nehmen: Ja, sie ist gut! Wenn sich auch so manch zartes Gemüt von der, sagen wir mal…, hemdsärmeligen Sprache abgeschreckt fühlen mag, die Sache ist so ernst, dass drastische Worte schon mal sein dürfen. Auf alle Fälle ein Must-see für jeden, der an Selbständigkeit und Unternehmensgründung denkt.

Abgesehen vom sehr guten Inhalt wird mir bei dieser Präsentation auch deshalb so warm um`s Herz, weil sie letztendlich auf Apple`s legendäre Think-Different-Kampagne hinaus läuft. Und die ist es wiederum, die mich einst zum überzeugten Macianer gemacht hat: Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers…“. Ich geb`s ja zu, das ich durch gute Werbung beeinflussbar bin. :-)

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

am 22. Juni 2011

Mit schöner Regelmäßigkeit gehen große, komplexe Software-Projekte schief (ein willkürlich gewähltes Beispiel: hier). Ich selbst kann mich sehr gut an ein Projekt bei einem Verlag erinnern, das ebenfalls grandios scheiterte. Man wollte damals die Eierlegende Wollmilchsau der Redaktionssysteme schaffen. Heute würde das wohl unter dem Schlagwort Enterprise Content Management oder kurz ECM laufen. Damals ging es schlichtweg darum etwas zu schaffen, bei dem Artikel und Bildmaterial einmal erfasst, für alle gängigen Medien publiziert werden können.

Gescheitert ist das Projekt deshalb, weil – siehe Überschrift – es immer anders kommt als man denkt. Denn erst in der Praxis hat sich gezeigt, dass sich der Publikationsprozess quer über alle Medien und Publikationen nicht vereinheitlichen ließ. Das eine Magazin benötigte beispielsweise fünf Zeilen Vorspann, das andere mindestens acht. Für die CD (die gab es damals noch auf Heften) wurde gar kein Vorspann benötigt und Online durften es nur zwei Zeilen sein. Kaum war das alles auseinander sortiert gab es bei irgendeiner der vielen Publikationen ein Redesign und schon durfte man wieder von vorne anfangen.

Wenn aber Pläne so häufig zur Makulatur (siehe auch agiles Projektmanagement) werden, warum planen wir dann überhaupt?

Eine passende Antwort liefert uns wieder einmal der große Stratege und ehemalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower:

In preparing for battle, I have always found that plans are useless but planning is indispensable (unabdingbar).

Mit anderen Worten: Es kommt auf den Prozess des Planens an. Das hilft einem das Projekt und seine Parameter besser zu verstehen und versetzt einen in die Lage, im Falle eines Falles die richtigen Dinge zu tun um es am Ende doch erfolgreich abschließen zu können.

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Formale Methoden und Erwartungs-Management in Projekten

am 14. Juni 2011

Das beliebteste Thema in angelsächsischen Projektmanagement-Publikationen und Blogs scheinen mir Listen mit Gründen für das Scheitern von Projekten zu sein. So auch wieder mal auf dem von mir eigentlich geschätzten ProjectSmart-Blog, wo man dieses mal gleich 15 Gründe ausgemacht hat. Darunter sind wie immer die üblichen Verdächtigen, von der dürftigen Zieldefinition bis hin zu fehlerhaften Zeit- und Ressourcen-Einschätzung.

Zwei Gründe allerdings finde ich bemerkenswert:

  • Keine Anwendung formaler Methoden und Strategien“. Darüber lässt sich trefflich streiten. Ich kenne Menschen, die noch nicht einmal auf die Idee kämen sich Projektmanager zu nennen, die aber dennoch Projekte von beklemmender Komplexität unter höchstem Zeit- und Ressourcendruck problemlos und ohne jegliche formale Methode oder Strategie stemmen. Beispielsweise in der Gastronomie oder im Sozialwesen. Und wo bleibe die Innovation (siehe beispielsweise agiles Projektmanagement) wenn alles streng formal abliefe?
  • Wirklich gut und den einen oder anderen Gedanken wert finde ich den Grund “Ungenügendes Erwartungs-Management“. Tatsächlich ist das etwas, auf das man als Projektmanager meiner Meinung nach besonderes Augenmerk richten sollte. Denn häufig ist es doch so, das ein Projekt “überverkauft” (also sehr optimistisch angepriesen) werden muss, damit es vom Management grünes Licht erhält. Das weckt natürlich Erwartungen, die am Ende unter Umständen nicht erfüllt werden können. Mit dem Ergebnis, dass das Projekt als gescheitert betrachtet wird, obwohl es sehr gut seinen geplanten Zweck erfüllen würde. Und wie verhindert man das? Natürlich durch eine saubere Zieldefinition und eine beständige und ehrliche Kommunikation mit den Stakeholdern.

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WWDC 2011: Ein erstes Update aus San Francisco

am 7. Juni 2011

Für alle zuhause gebliebenen hat Apple den Mitschnitt der gestrigen Keynote online gestellt. Auch wenn Sie schon alles darüber gelesen haben, ansehen lohnt sich. Wie immer! Zum einen, weil es unterhaltsam ist, zum anderen weil es wieder mal eine meisterhafte Demonstration dessen ist, wie man richtig präsentiert. Da stimmt einfach alles…

Mittlerweile haben wir auch die ersten Nachrichten von Frank direkt aus San Francisco erhalten. Als erfahrene WWDC-Besucher haben es sich unsere Leute Vorort gespart sich schon morgens um drei Uhr in die Schlange für den Eintritt zur Keynote einzureihen. Statt dessen gingen sie direkt in einen der Räume, in die die Show live übertragen wurde. Was es bedeutet, wenn mehr oder weniger 5.200 Leute eine Keynote sehen wollen, konnte man am Moscone-Center so gegen neun Uhr Morgens kurz vor Beginn der Veranstaltung sehen. Da wickelte sich die Schlange für den Eintritt gefühlt immer noch einmal rund um den Block.

Interessant: Die hier in Deutschland eher kritisch betrachtete iCloud stieß selbst im besagten Ausweichraum – also dort wo die nicht ganz so großen Fanatiker gelandet sind und Steve Jobs Reality-Distortion-Field nicht direkt wirkt – auf Applaus.

 

 

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Kommentar und Analyse der WWDC 2011 Keynote

am 6. Juni 2011

Die Keynote der diesjährigen WWDC war anders als alle vergangenen Keynotes. Erinnern wir uns wie es früher war: Kein Schwein wusste was kommt, sämtliche Spekulationen im Vorfeld erwiesen sich schon nach wenigen Minuten mit Jobs auf der Bühne als Makulatur und zum Schluss kam dann noch das gute alte “One more thing”. Letzteres ist irgendwann dann einmal verschwunden (gut, gestern kam es kurz vor Schluss wieder) und nahm dem Ende der typischen Keynote etwas an Reiz. Tja und heutzutage? Da hat Apple doch tatsächlich im Vorfeld schon eine Pressemitteilung verschickt mit den Themen der diesjährigen Keynote und der Versicherung, dass Steve Jobs himself auf der Bühne stehen wird…

Nun ja, spannend ist es dann irgendwie doch geworden. Zum einen, weil auch dieses mal allerhand Superlative verkündet werden konnten (zum Beispiel dass es bis dato 54 Millionen Mac-Anwender gibt), zum anderen, weil das gesamte Apple-Ökosystem sich so radikal ändert, dass den Mitbewerbern Microsoft und Google Hören und Sehen vergehen müssten. Denn, während die Windows-Macher aus Redmond und der Suchmaschinenriese aus Kalifornien noch in Kategorien wie PC, Smartphone, Betriebsystem, Programme auf Datenträgern und Dateisystemen in denen Dinge “von Hand” gespeichert werden müssen, denken, hat Apple den schon lange angekündigten und ziemlich radikalen Paradigmenwechsel in Richtung “Post-PC-Ära” gezeigt. (weiterlesen …)

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Wie Facebook seine Code-Änderungen und Updates verwaltet

am 31. Mai 2011

Es gibt kleine Projekte und es gibt große Projekte. Und dann gibt es Projekte die nie fertig werden und die auch noch riesengroß sind. Facebook zum Beispiel. Ein Projekt, bei dem man denken könnte, dass es angesichts der schieren Größe für dessen Entwickler ein einziger Alptraum sein könnte. Denn immerhin treffen hier zig Millionen Zeilen von Code auf bald 700 Millionen Nutzer. Dazu kommt, dass die mehreren Hundert Facebook-Entwickler Woche für Woche Tausende von Änderungen produzieren.

Wie bändigt man also solch ein Projekt, damit es nicht zu einer Katastrophe kommt? Ganz einfach, durch ein raffiniertes Staging-System, bei dem Änderungen zunächst intern getestet und bewertet werden und dann stückweise an immer mehr Benutzer frei gegeben werden können. Hübscher Nebeneffekt: Dank dieses Verfahrens sind schon sämtliche kommenden Features für die nächsten sechs oder mehr Monate im Facebook-Code verankert. Sie sind einfach nur noch nicht für uns freigeschaltet. Wie es genau funktioniert erzählt Chuch Rossi von Facebooks Release Engeneering Team in diesem Video:

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Gibt es nun Viren und Malware auf dem Mac oder nicht?

am 27. Mai 2011

Macs sind auf dem Vormarsch. Aktuelle Zahlen der Marktforscher von Gartner belegen das eindrucksvoll. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres weltweit 18 Prozent weniger PCs als im gleichen Quartal des Vorjahres verkauft. Die Zahl der verkauften Macs stieg hingegen um satte 10 Prozent. Das entspricht - laut Gartner – immerhin rund 966.000 Macs innerhalb von drei Monaten.

So sehr uns die steigenden Verkaufszahlen unseres Lieblings-Computer-Herstellers freuen, gilt es den einen oder anderen kleinen Nebeneffekt zu verdauen. Zum Beispiel den, dass längst nicht mehr nur eingefleischte Apple-Fans zum Mac greifen, sondern auch ganz normale Konsumenten. Also solche, die früher bedenkenlos einen Windows-PC bzw. Laptop gekauft hätten und heute, da es schick und Mode ist, einen Mac kaufen. Das Problem: In ihrem tiefsten Inneren sind diese Menschen immer noch Windows-Anwender. Und wovor haben Windows-Anwender Angst? Genau, vor Viren!

Das ist insofern tragisch, als dass diese Leute tatsächlich glauben, es würde Mac-Viren geben. Wir wissen natürlich, dass es Mac-Viren in freier Wildbahn nicht gibt, ausser in den Laboren von “Wissenschaftlern” und Antiviren-Software-Herstellern. Was es aber gibt, sind Malware sowie Phishing- und Schad-Seiten im Web. Und wenn ein unerfahrener bzw. leichtgläubiger Neu-Mac-User auf so eine Seite stößt, eine auf der ihm eine ganz tolle Schutz- und Antiviren-Software angepriesen wird, dann landet eben auch Malware ruckzuck auf dem an sich gut geschützten Mac.

Ich spreche hier vom “Mac-Defender” einem Scam epischen Ausmaßes, der dazu führt, dass Betroffene sich nach einem Klick auf den falschen Link mit einem Installer konfrontiert sehen, der die vermeintliche Anti-Viren-Software installieren möchte. Wer jetzt das verlangte Administrator-Passwort seines Macs eingibt, hat quasi schon verloren. Die Sache ist so ernst, dass sich mittlerweile und etwas zu spät (siehe unten) sogar Apple genötigt sah ein entsprechendes Support-Dokument online zu stellen.

Natürlich gibt es aber auch eine unterhaltsame Seite der ganzen Affäre. Einen wunderbaren Schlagabtausch zwischen zwei prominenten Windows- und Mac-Fürsprechern. Bei ersterem handelt es sich um… ich sag es ja ungern (hm, eigentlich nicht ;-) ), meinen ehemaligen Chef und ZDNet-Windows-Oberblogger Ed Bott und den Apple-Blogger John Gruber (Daring Fireball).

Alles fing damit an, dass Ed ein Posting mit dem Titel “Coming soon to a Mac near you: serious malware” schrieb. John Gruber antwortete daraufhin mit dem bemerkenswerten und so wunderbar wahren Stück mit dem Titel “Wolf“. Das lies Ed nicht auf sich sitzen und schrieb “Crying wolf? Apple support forums confirm malware explosion” und einen Grundlagen-Beitrag über Schadprogramme auf dem Mac: “Why malware for Macs is on its way“.

Und weil Ed Apple – die ja bekanntlich gerne mal etwas schwierig sind – nicht so gut kennt wie wir, hat ihn wohl auch dieses ihm zugespielte, interne Apple-Dokument überrascht. Noch mehr aber, dass es immer noch seine Gültigkeit hat. Dabei wissen wir echten Apple Fans, dass für die Leute um Steve Jobs nur eines oberste Priorität hat: Der Schutz der Marke! Das kann man mögen, oder nicht. Aber keiner Muss und jeder kann… Vor Viren auf dem Mac aber muss man derzeit keine Angst haben. Lediglich vor Betrug und Scam-Seiten im Web.

Falls Sie das nicht ruhig schlafen lässt, den aktuellen Status über Viren, Malware und sonstige Schädlinge auf dem Mac gibt es übrigens hier.

 

 

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