Richard Joerges am 28. Mai 2009
Dass Twitter ein durchaus nützliches Werkzeug für Projektmanager sein kann, haben wir schon einmal dargelegt. Allerdings gibt es da natürlich ein Problem: Die Kommunikation über Twitter ist öffentlich. Sicher, man kann seinen Twitterfeed auf Privat stellen, aber dann geht der Witz des Twitterns flöten. Aber zum Glück gibt es eine Alternative, die twitterartige Funktionalität für den Unternehmenseinsatz bietet: Yammer.
Der Dienst ist auf den ersten Blick ein reinrassiger Twitter-Clone, bietet aber hinter den Kulissen verschiedene Funktionen speziell für die Bedürfnisse von Unternehmen. Dazu gehören diverse Administrationsfeatures genauso, wie eine Thread-Darstellung um Diskussionsverläufe abbilden zu können. Vor allem aber bietet Yammer den Vorteil, dass nur die Mitglieder der eigenen Gruppe Zugriff auf die Nachrichten haben. Was im Unternehmen oder im Rahmen eines Projektes diskutiert wird, bleibt Aussenstehenden verborgen. Damit wird die Twitterfunktionalität unternehmenstauglich.
Ebenfalls wichtig: Es wird garantiert, dass alle Inhalte Eigentum des Unternehmens bleiben und nicht wie bei vielen anderen Dienste in den Besitz des Betreibers übergehen. Allerdings ist Yammer kostenpflichig. Je nach Tarif werden ein oder fünf US-Dollar pro Mitarbeiter und Monat fällig.
Tags: Kommunikation, Twitter
Richard Joerges am 27. Mai 2009
Heute um 11.00 Uhr fand die Bundestagsanhörung zum Gesetzesentwurf “zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” statt. Mit durchwachsenem Ergebnis. Während die CDU/CSU meint “Die Anhörung hat das grundsätzliche Ziel von Ministerin von der Leyen und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bestätigt“, sehen das andere an der Anhörung Beteiligte anders. Beispielsweise der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco: “In ihrer überwiegenden Mehrheit waren die zur heutigen Anhörung geladenen Sachverständigen so wie wir der Ansicht, dass das von den Koalitionsfraktionen eingebrachte Gesetz gravierende Mängel hat und so nicht beschlussreif ist.”
Der Hintergrund: Familienministerin Ursula von der Leyen will mit so genannten Internetsperren gegen die Verbreitung von Kinderpornografie vorgehen. Wir hatten ja an dieser Stelle schon darauf aufmerksam gemacht, dass wir den Gesetzentwurf für problematisch halten.
Er öffnet der Zensur im Internet Tür und Tor, ohne die Kinder – und darum geht es – vor Mißbrauch tatsächlich zu schützen oder die Verbreitung von Kinderpornografie zu verhindern. Denn die geplanten Internetsperren lassen sich mit den allergeringsten Internetkenntnissen umgehen. Sie bereiten jedoch den Boden für zukünftige Sperrungen vor. Wie zum Beweis dieser These wurden auch schon Forderungen nach weiteren Sperrungen laut. Man fragt sich unwillkürlich, wo das enden soll?
Tags: Politik
Bärbel de Bouvier am 26. Mai 2009
Oh je! In meinem letzten Blog-Post zum Thema Aufwandsschätzung habe ich ein wenig daneben gehauen. Aber es gibt ja nichts, was man nicht auf Youtube finden und daraus seine Lehren ziehen kann. Beispielsweise eine zweiteilige Session von Mike Cohn, einem der Gründer der Scrum-Alliance, zum Thema Agile Estimation. Der Vortrag dauert insgesamt gute eineinhalb Stunden. Zeit, die sich auf jeden Fall lohnt.
Tags: Agiles Projektmanagement, Aufwandsschätzung, Methoden, Scrum
Richard Joerges am 26. Mai 2009
Letztens habe ich mich erst über einen Beitrag auf dem PMI-Blog zum Thema agiles PM und PMBOK 4 geärgert. Der Beitrag wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Zum Glück hat das auch Blogger-Kollege Andreas Heilwagen so gesehen und hat in seinem Blog nachgelegt. Wer sich also für die Verbindung von Scrum und traditionellem Projektmanagement interessiert, sollte mal einen Blick auf “Der agile PMBOK® Guide 4th edition – Magisches Dreieck und agile Projektrandbedingungen” werfen.
Tags: Agiles Projektmanagement, Methoden, PMBOK, Scrum
Bärbel de Bouvier am 25. Mai 2009
Update: Wer sagt denn, dass man im Internet nichts lernen würde? Kommentator Markus Hippeli macht darauf aufmerksam, dass ich bei der Aufwandsschätzung einem Mißverständnis aufgesessen bin. Mehr dazu in seinem Kommentar unter diesem Beitrag. Danke für diesen Hinweis (und sorry Chef!). Ich habe die entsprechenden Passagen nun geändert.
Im letzten Beitrag habe ich kurz das Thema Zeitplanung in Scrum-Projekten mittels eines Kartenspiels angesprochen. Die Frage ist natürlich, warum die Zeitplanung per Kartenspiel besser funktionieren sollte, als ohne. Die Antwort ist ganz einfach: Die Schätzungen werden genauer!
In einer perfekten Welt mit perfekten Menschen wären solche Karten natürlich nicht notwendig. Aber Menschen sind halt Menschen und deshalb brauchen sie Hilfsmittel, die eine Diskussion zum einen schnell auf den Punkt bringen, zum anderen jeden dazu zwingen mitzumachen und über ein gegebenes Thema mit gegebener Ernsthaftigkeit nachzudenken. Für die Aufwandsschätzung in agilen Projekten helfen eben die Planning-Poker-Karten. Und so funktioniert es:
Im Sprint-Planning-Meeting stellt der Product-Owner die einzuschätzende User-Story vor. Danach zückt jedes Team-Mitglied die Karte, deren Wert seiner Meinung nach dem entsprechenden Aufwand entspricht. Ist also ein Team-Mitglied der Meinung, die Userstory erfordert einen Aufwand von “5″, zückt er die entsprechende Karte.
Tags: Agiles Projektmanagement, Praktikum, Scrum
Bärbel de Bouvier am 19. Mai 2009
Heute habe ich das folgende, sehr stimmungsvolle Video über den Einsatz von Scrum in der Praxis gefunden. Man sieht darin vor allem drei Dinge:
Letzter Punkt ist besonders interessant, denn es geht hier um das so genannte Scrum Planning-Poker. Hierbei benutzt man ein Kartenspiel als Diskussionshilfe bei der Schätzung des Aufwands einzelner User-Stories. Anstatt dass die Team-Mitglieder wild spekulierend ihre Aufwandsschätzungen in den Raum schreien, zeigen sie statt dessen Spielkarten, die je nach ihrem Wert, einer bestimmten Zeitspanne entsprechen.
Tags: Agiles Projektmanagement, Methoden, Praktikum, Scrum
Antoni Cherif am 17. Mai 2009
In der Regel fällt das den meisten Nutzern erst auf, wenn Vorgänge länger als einen Monat dauern. Dann passiert auf den ersten Blick etwas Merkwürdiges. Die Dauer des Vorgangs weicht ab von der eigentlichen Dauer, die im Vorgang als Vorgabe eingetragen wurde. Dies lässt sich aber schnell mit den Arbeitseinheiten erklären. Die reine Nettoarbeitszeit wird in Merlin über die “Projekteinstellungen > Allgemein” in der Rubrik “Arbeitseinheiten” definiert.
(weiterlesen …)
Antoni Cherif am 16. Mai 2009
Herzlich Willkommen zum Merlin Webmodul Tutorial! Mit Merlin haben Sie für ein modernes und leistungsfähiges Programm für Projektmanagement am Mac entschieden.
Mit dem Webmodul haben Sie zusätzlich einen eigenen Webserver in Merlin, der Projekte als HTML-Webseiten für eine plattformunabhängige Verwendung im Webbrowser ermöglicht.
Das Besondere daran ist, dass sowohl in Merlin als auch im Browser das Projekt nach dem Sichern sich auf einem gleichen Stand befindet. Ein erneutes Laden von Seiten im Browser ist nicht notwendig.
Damit Sie in den Genuss dieser neuen Funktion in Merlin kommen, soll Ihnen dieses Tutorial beim Einrichten des Webmoduls weiterhelfen.
Tags: Merlin 101, Merlin Web
Antoni Cherif am 16. Mai 2009
Das externe Publizieren mit dem Webmodul unterscheidet sich nicht vom internen Publizieren. Die einzige Hürde die genommen werden muss ist das Einrichten Ihres Routers für das externe Publizieren. Das Webmodul unterstützt die UPnP-Technologie, damit sind die meisten modernen Router ausgestattet.
Tags: DNS, DynDNS, IP-Adresse, Merlin 101, Merlin Web, No-IP, Weiterleitung
Richard Joerges am 15. Mai 2009
Ein guter Wochenausklang: Gestern haben wir Merlin 2.7 und den Merlin Server herausgebracht. Nur ein paar Stunden sind vergangen und schon werden wir auf den Download-Seiten von Apple gefeatured. Und zwar sowohl auf der Startseite, als auch ganz groß in der Rubrik “Business & Finance”. Nicht zuletzt steht auch noch der Merlin Server unter “Networking & Security” auf der Liste und zwar wie auch Merlin 2.7 mit dem Prädikat “Staff Pick”!

Mehr zum Merlin Server 2.7 gibt es auch hier.
Tags: Download, Merlin, Merlin Server